Was Betrunkene mit einem Braten zu tun haben

Der Statistiker-Blog ist ja dafür bekannt, dass er sich den wirklich wichtigen Fragestellungen nicht verschließt. Deshalb haben wir hier neben Fußball auch die Lebensmittel- und Bierherstellung behandelt. Ums Essen geht es auch diesmal wieder, allerdings nicht um die Rinder- oder Schweinezucht, sondern um die Bratenzubereitung.

Interessant für uns Statistiker ist: Die Wärmeausbreitung im Braten ist ein Zufallsprozess. Die Wärme bewegt sich durch das Fleisch wie ein Betrunkener weg von der Kneipe. Ein Schritt nach vorne, einer zur Seite, einer zurück. Besser vorstellen kann man sich das ganze, wenn man sich die Teilnehmer eines Jungesellenabschieds vorstellt, die unabhängig voneinander aus der Wirtschaft torkeln. Manche stehen nach 100 Schritten wieder da, wo sie vorher waren, andere sind – rein zufällig – richtig weit gekommen. Daraus ergibt sich, dass die Wärme für eine doppelt so weite Strecke viermal so lange braucht.

Nun habe ich das natürlich nicht selbst erforscht, sondern einem schlauen Buch entnommen, auf das ich der Fairness halber verweise. Es heißt „Reise zum Mittelpunkt des Frühstückseis“ und gibt es beispielsweise hier zu kaufen.

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