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31Aug/150

Gefühlte Siedlungsdichte

Gefühlte Statistiken sind in. Kaum eine Zeitung kommt noch ohne Tabellen und Grafiken aus, die nicht auf Daten, sondern dem Gefühl des Autors beruhen. Manche sind sogar wirklich witzig, wie ein Kreisdiagramm der Süddeutschen Zeitung das enthüllte, wovor wie uns am Freitag dem 13. am meisten fürchten. Nicht vor schwarzen Katzen, sondern vor Montag, dem 16. Keine Angst, ich will nicht von erhobenen auf gefühlte Daten umschwenken, zumal wirklich gute gefühlte Statistiken gar nicht so leicht zu erstellen sind. Aber in loser Reihenfolge will ich jeweils eine gefühlte einer echten Statistik gegenüberstellen.

Niedersachsen haben Landschaft

Die Niedersachsen wurden einst von einem Radiosender gefragt, was ihr Bundesland ausmache und die Antwort war: Landschaft. Nicht schön, nicht hässlich, eben einfach Landschaft. Auch in Bayern wird in jeder zweiten Stammtischrede der Charakter des Landes als Flächenstaat betont, auch wenn die seit den 1950er Jahren ununterbrochen regierende CSU jahrzehntelang ihre Politik auf die Großstadt München konzentrierte.

Das alles ist etwas erstaunlich wenn man bedenkt, dass Deutschland zu den dichter besiedelten Ländern der Welt gehört. 226 Menschen leben hierzulande auf einem Quadratkilometer im Durchschnitt. Das sind zwar weniger als in Bangladesch mit 1.020, aber mehr als in Russland mit 8, von denen die Mehrzahl auch noch im europäischen Teil wohnt, so dass es jenseits des Urals nicht nur eine Schneegarantie im Winter, sondern auch viel Platz gibt. Wobei Russland natürlich ein Extrembeispiel ist, nur rund ein Dutzend Staaten sind noch dünner besiedelt, darunter vor allem solche mit viel Wüste wie Libyen, Namibia oder Australien.

Platz in Branden- und Mecklenburg

Aber zurück zu Deutschland. Nicht in allen Bundesländern wird die These vom Flächenstaat genauso vehement betont. In Mecklenburg und Vorpommern ist man zu Recht davon überzeugt, in einem dünn besiedelten Land zu leben. Aber auch Bayern, Niedersachsen und mitunter sogar Baden-Württemberger betonen gern die "insgesamt ländliche Prägung" ihrer Heimat.

Doppelt gefühlte Statistik: Gefühlte Ansichten der Bürger der deutschen Flächenländer zur gefühlten Besiedlungsdichte.

Doppelt gefühlte Statistik: Gefühlte Ansichten der Bürger der deutschen Flächenländer zur gefühlten Besiedlungsdichte.

Aber stimmt das denn so? Man kann seinen Zweifel haben, wenn man öfter mal in Bayern, Niedersachsen oder Baden-Württemberg unterwegs ist. Selbst in sogenannten ländlichen Regionen ist man kaum aus einem Dorf draußen und schon im nächsten Gewerbegebiet drinnen. Glücklicherweise gibt es zur Besiedlungsdichte Daten des Statistischen Bundesamtes. Überraschenderweise haben Niedersachsen und Bayern insofern nicht ganz Unrecht, als ihre Länder unterdurchschnittlich dicht besiedelt sind. Überhaupt sind von den Flächenstaaten nur Hessen, Baden-Württemberg, das Saarland und Nordrhein-Westfalen überdurchschnittlich dicht besiedelt. Schuld daran sind vor allem die Stadtstaaten Bremen (1.568 Einwohner je Quadratkilometer), Hamburg (2.312) und Berlin (3.838). Das Hamburg und Bremen deutlich dünner besiedelt sind als Berlin, liegt übrigens zu einem Teil am Hafen, der viel Platz weg nimmt und auf dem keiner wohnt. Mehr Grün gibt es deswegen also nicht automatisch.

Siedlungsdichte destatis

Tatsächliche Besiedlungsdichte der Flächenländer in Einwohner je Quadratkilometer. Gesamtdurchschnitt einschließlich der hier nicht aufgeführten Stadtstaaten.

Bayern und Niedersachsen sind also tatsächlich unterdurchschnittlich dicht besiedelt. Sensationell niedrig ist die Siedlungsdichte dort aber auch nicht. Ordnet man die Länder nach Dichte und setzt das am dünnsten bewohnte auf Platz ein (Mecklenburg-Vorpommern, 66 Einwohner je Quadratkilometer), dann landet Bayern mit 179 Einwohnern je Quadratkilometer auf Platz sieben, Niedersachsen schafft es immerhin auf Platz fünf.

Entvölkerter Osten

Ganz vorne liegen vier Ost-Bundesländer, nur Sachsen fällt mit 220 Einwohnern je Quadratkilometern aus der Reihe. Brandenburg hat trotz der Stadtflüchtigen aus Berlin mit 83 Einwohnern je Quadratkilometern die zweitniedrigste Siedlungsdichte nach Mecklenburg-Vorpommern, wobei in den Ferienzeiten sich in Mecklenburg sogar mehr Menschen aufhalten dürften, denn die Statistik erfasst natürlich die tausenden Touristen nicht.

Bromachsee

Auch in Bayern findet man manchmal noch Natur, allerdings nicht so viele, wie die Bayern denken. Oder sie ist, wie hier der Brombachsee, zwar idyllisch, aber von Menschenhand geschaffen.

Das hat teilweise Tradition, einige Gebiete Ostdeutschlands waren schon vor dem Krieg dünn besiedelt. Bei anderen ist vor allem die Abwanderung schuld, die nicht erst 1990 einsetzte, sondern teilweise auch schon vor dem Mauerbau stattfand.

Überraschen dürfte viele die geringe Einwohnerzahl je Quadratkilometer in Sachsen-Anhalt, immerhin ein traditioneller Industriestandort. Aber viele Arbeitsplätze sind dort verloren gegangen und zu dem Land gehören auch schon immer dünn besiedelte Gegenden wie der Harz. Ortsnamen wie Elend und Sorge lassen vermuten, dass man hier auch früher nicht mit üppigem Reichtum gesegnet war.

Werden die Bayern benachteiligt?

Selbst die chinesische Millionenstadt Hulun Bir ist deutlich dünner besiedelt als Bayern. Das liegt allerdings auch daran, dass man in der Volksrepublik China den Begriff Stadt sehr großzügig für Gebiete verwendet, die man hier als Bundesland oder Regierungsbezirk bezeichnen würde. Hulun Bir ist, wie schon berichtet, etwa so groß wie die alte Bundesrepublik.

Ist die Statistik aber womöglich ungerecht zu den Bayern, weil der Moloch München alles verzerrt? Denn die bayerische Landeshauptstadt ist mit 4.531 Einwohner je Quadratkilometer sogar dichter besiedelt als Berlin und den Landkreis München bewohnen mit fast 500 Menschen auf den Quadratkilometer gerechnet mehr Menschen als die Stadt Frankfurt. Zugegeben, hier geht es um die Stadt Frankfurt an der Oder, aber auch in den Städten Salzgitter, Emden oder Eisenach wohnt es sich weniger eng als im "Land"kreis München. Und mit Nürnberg ist unter den zehn am dichtesten besiedelten Stadt- und Landkreisen noch ein zweiter bayerischer Kandidat, Regensburg, Augsburg und Fürth sind immerhin enger bewohnt als Bremen.

Aber wer so argumentiert, der muss sich sagen lassen, dass zu Bayern eben auch München dazugehört. Rechnet man Bayern ohne München, dann könnte man den Bundesschnitt genauso gut ohne Berlin, Hamburg oder Frankfurt (hier am Main mit 2.824 Einwohnern je Quadratkilometer) rechnen. Außerdem hilft es den Bayern auch nicht, die zehn am dünnsten Landkreise zu betrachten. Die liegen fast ausschließlich im Osten, ganz vorne liegt Prignitz in Brandenburg mit 36 Einwohnern je Quadratkilometern. Nur Niedersachsen schafft es mit Lüchow-Dannenberg (40) als westdeutsches Land unter die Top 10 - und sogar auf Platz fünf.

Ironischerweise liegen die einzigen beiden bayerischen Landkreise, die geringfügig dünner besiedelt sind als Mecklenburg-Vorpommern, in der nördlichen Oberpfalz. Tirschenreuth und Neustadt an der Waldnaab gehören zwar auch kulturell zu Bayern (im Gegensatz zu den "Beutebayern" aus Schwaben und Franken), liegen aber deutlich nördlich der Donau, etwa auf der Höhe von Darmstadt in Hessen und damit nur wenig südlich von Frankfurt (wieder Main). Aus Sicht der Münchener, für die Bayern an der Donau endet, ist das schon fast Preußen. Bayern ist also unterdurchschnittlich dicht besiedelt, liegt aber insgesamt eher im unteren Mittelfeld als in der Gruppe der dünn besiedelten Länder.

26Aug/152

Verräterische Algorithmen

Meine Frau hat mir neulich berichtet, dass sie als Teenager ein großer Fan der Serie "Allein gegen die Mafia" war. Das an sich ist wenig überraschend, die vom ZDF mitproduzierte Serie der öffentlichen italienischen Rundfunkanstalt Radiotelevisione Italiana war ein ziemlicher Erfolg, der sowohl von Kritikern als auch von Zuschauern gute Noten bekam. Nur von Silvio Berlusconi nicht, der durch die Serie Italien verunglimpft sieht.

Überraschter war ich über das, was mir mein Smartphone vorschlug, als ich die Phrase "Allein gegen die" eingab. Mafia war nicht dabei, zumal der Algorithmus scheinbar sowieso nur die Worte "gegen die" berücksichtigt, denn das Ergebnis war das gleiche, wenn ich nur "gegen die" eingab.

Türken

Nutzer von Windows Phone wollen offenbar besonders gerne gegen die Türken und gegen die Regierung antreten. Zumindest werden diese Wort vorgeschlagen.

Nun muss man wissen, dass die Vorschläge auf statistischen Analysen beruhen, welche Wörter oft zusammen eingegeben werden. Nach einem ähnlichen Prinzip funktioniert auch die Autovervollständigung von Wörtern, die gerade geschrieben werden, weshalb mitunter auch falsch geschriebene Begriffe vorgeschlagen werden, wenn die Nutzer sie nur konsequent genug falsch schreiben.

Eine vorgeschlagene Phrase wird also oft verwendet. Kein Wunder, dass "gegen die Wand" der erste Vorschlag meines Programms war. Auf Platz zwei und drei folgten dann "gegen die Türken" und "gegen die Regierung". Was will mein Smartphone mir damit sagen? Die Ergebnisse bekomme ich übrigens sowohl beim Schreiben einer SMS als auch einer Sofortnachricht über einen Dienst wie Line oder WhatsApp vorgeschlagen.

Unterhalten sich die Nutzer von Windows-Phone vielleicht ausführlich über geschichtliche Daten, beispielsweise den Kampf von Prinz Eugen gegen die Türken 1714 bis 1718 oder den Aufstand gegen die Regierung der DDR im Jahr 1989? Oder lassen sich die Deutschen vielleicht in zwei große Gruppen unterteilen, eine linksradikale, die am liebsten gegen die Regierung kämpfen will und eine rechtsradikale, die gegen die Türken zu Feld ziehen will? Vielleicht noch eine dritte, die der Meinung ist, dass bei so viel Kampf das Land gegen die Wand fährt.

Vielleicht wird die Phrase gegen die aber auch so unterschiedlich verwendet, dass der Algorithmus hier schlicht an seine Grenzen kommt. Trotzdem interessant, dass gegen die Türken und gegen die Regierung offenbar besonders häufig vorkommen. Wobei die Vorbehalte offenbar gegenseitiger Natur sind, wie eine Untersuchung zum Thema "deutsch-türkische Lebenswelten" aus dem Jahr 2009 nahelegt. Demnach hätten 40 Prozent der in Deutschland lebenden Türken ein Problem damit, wenn ein gläubiger Christ in ihre Familie einheiraten würde. Noch schlechter kommen allerdings gläubige Juden (48 Prozent) und überzeugte Atheisten (69 Prozent) weg.

Statistik: Anteil der Deutschen, Deutsch-Türken und Türken, die es unangenehm fänden, wenn ein Angehöriger der folgenden Konfessionen in ihre Familie einheiraten würde | Statista
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Allerdings gibt es auch zwei erfreuliche Ergebnisse. Immerhin sind die Deutschtürken fremden Religionen gegenüber aufgeschlossener als ihre Landsleute in der Türkei. Und andere Tests bringen keine ausländerfeindlichen Parolen. Wer beispielsweise Türken sind oder Ausländer sind eingibt, dem werden eher harmlose Worte wie die, auch, wir, ja und nicht vorgeschlagen. Selbst die zu braunen Parolen einladende Formulierung Deutschland den wird nicht mit Deutschen vervollständigt, sondern mit ganzen, Rest, ersten und nicht. Das sind genau die gleichen Wörter die man auch erhält, wenn man nur das Wörtchen den eintippt.

Selbst Windows Phone lässt sich umerziehen. Denn der Algorithmus berücksichtigt auch das Eingabeverhalten auf dem jeweiligen Telefon. Mittlerweile wird mir bei der Eingabe von allein gegen die auch das Wort Mafia angezeigt.

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14Aug/150

Vorsicht am See

Es ist heiß in Deutschland. Da ruft das Schwimmbad oder der Badesee, doch Vorsicht, dort lauert der Tod. Das ist natürlich übertrieben, 2014 gab es nach den Daten der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) bundesweit 392 Todesfälle durch Ertrinken, dass sind gerade mal rund fünf auf eine Million Einwohner. Und nach einer von Statista aus Daten der DLRG erstellen Zeitreihe ist deren Zahl außerdem seit Jahren rückläufig. Zehn Jahre vorher waren es noch 775 Personen. Allerdings war 1994 auch ein relativ hoher Stand, bis zur Jahrtausendwende sank die Zahl der Ertrunkenen dann deutlich. Auch seit 2006 geht es tendenziell wieder nach unten.

Seit 1993 sinkt die Zahl der Ertrinkungstoten fast von Jahr zu Jahr.

Vor allem in den 1990er Jahren sank die Zahl der Ertrinkungstoten deutlich.

Aber weil das Thema so gut zum Wetter passt, will ich heute mal vom Ertrinken in Deutschland schreiben. Besonders gerne wird nämlich im Sommer ertrunken, 197 Menschen ertranken in den Monaten Juni, Juli und August. Im Winter lag die Zahl der Ertrunkenen deutlich niedriger. Das ist nicht so selbstverständlich wie man vermuten könnte, schließlich ist das Einbrechen ins Eis ziemlich gefährlich. Aber wegen der warmen Winter frieren die Seen ja kaum noch zu.

Und Seen sind besonders gefährlich. Das ist zunächst wenig erstaunlich. Meer gibt es in Deutschland nicht so viel, Bäche sind meistens flach und im Schwimmbad gibt es die Badeaufsicht. Trotzdem sind aber im Jahr 2014 immerhin 14 Menschen im Schwimmbad ertrunken. Das sind deutlich mehr als in Pools, was mich überrascht hat. Zwar haben nicht sehr viele Leute einen eigenen Pool und der ist oft flach, doch bei einer Bewusstlosigkeit kann auch ein flacher Pool tödlich sein. Und besonders oft ertrinken alte Menschen.

Statistik: Anzahl der Todesfälle durch Ertrinken in Deutschland im Jahr 2014 nach dem Ort des Ertrinkens | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Das gilt sowohl absolut als auch relativ. Unterteilt man die Bevölkerung in Gruppen, die mit Ausnahme der Jüngsten (0 bis unter 6) und der Ältesten (81 und älter) jeweils fünf Geburtsjahre umfassen, dann gibt es nach der bevölkerungsstarken Altersgruppe der 46 bis unter 51-Jährigen mit 33 Todesfällen vor allem bei den 76 bis unter 81-Jährigen besonders viele Tote, nämlich 30. Wenn ich die Formulierung "unter 81-Jährige" verwende, dann deshalb, weil das sehr präzise ist. Natürlich kann man auch von den 76 bis 80-Jährigen sprechen, allerdings ist dann nicht eindeutig klar, dass auch die mitzählen, die schon 80 Jahre, elf Monate und 30 Tage alt sind. Aber dafür hört es sich besser an, deshalb verwende ich ab jetzt die ungenauere Formulierung.

Das widerspricht natürlich zunächst mal der Erwartung, dass nämlich vor allem junge Menschen ertrinken. Kinder, weil sie nicht schwimmen können und Jugendliche, weil bei ihnen die Hormone verrücktspielen. Nun gibt es natürlich auch einfach wenig junge Menschen, deshalb habe ich die Daten der DLRG in Relation zur Bevölkerungszahl gesetzt.

Dann fällt auf, dass Kinder besonders selten ertrinken, womöglich weil sie oft noch unter Aufsicht ihrer Eltern stehen, die zur Not eingreifen oder von vorneherein riskante Aktionen verbieten. Ab 16 nimmt die Zahl der Ertrunkenen deutlich zu, von 1,0 je einer Million Menschen auf 4,7 und schließlich auf 5,1 bei den 21 bis 25-Jährigen. Dann sinkt die Zahl der Todesfälle, das passt zur Erkenntnis der Biologie, dass erst ab 25 ein gewisser Reifegrad erreicht ist.

Erstaunlich ist der zweite Sprung in der Grafik, nämlich ab 46 hat der Rückgang des Anteils der Ertrunkenen ein jähes Ende, es geht deutlich rauf, von 2,4 auf 4,7 Ertrunkene je einer Million Menschen. Das ist der gleiche Anteil wie bei den 15 bis unter 21-Jährigen, der Anstieg ist zwar etwas geringer, aber ebenfalls sehr groß. Dann tut sich in den nächsten Jahrzehnten wenig, der Anteil steigt bis auf 5,7 je einer Million Menschen bei den 71 bis 75-Jährigen.

Alte Menschen ertrinken häufiger. Auffällig ist die deutliche Zunahme der (relativen) Zahl der Ertrunkenen ab 16, 46 und 76. Wobei bei den letzten beiden Grenzen auch der Zufall mit eine Rolle spielen kann.

Alte Menschen ertrinken häufiger. Auffällig ist die deutliche Zunahme der (relativen) Zahl der Ertrunkenen ab 16, 46 und 76. Wobei bei den letzten beiden Grenzen auch der Zufall mit eine Rolle spielen kann.

Warum dieser Sprung? Schlägt ab dem Zeitpunkt das Alter zu? Ist das das Alter, bei dem die Leistungsfähigkeit nachlässt, aber die Risikolust noch nicht, man vielleicht sogar besonders risikofreudig ist um zu zeigen, dass man doch noch jung ist? Oder ist es eine Generationenfrage, die letzte Generation der Rock ‘n Roller? Um das zu beantworten, müsste man noch mal einen Blick auf die Daten von 2009 werfen. Gab es da diesen Sprung auch? Oder vielleicht einen zwischen den unter und den über 40-Jährigen? Nicht vergessen sollte man aber, dass bei so geringen Fallzahlen auch der Zufall eine Rolle spielen kann.

Wenig zufällig dürfte sein, dass insgesamt alte Menschen öfter ertrinken. Offenbar sind die körperlichen Gebrechen des Alters gefährlicher als der Leichtsinn der Jugend. Ich werde es berücksichtigen, immerhin nähere ich mich auch der magischen Grenze von 40 Jahren.