Digitalabos im Test

Werden E-Paper die Zeitung retten? Nur, wenn es Angebote gibt, die nicht nur inhaltlich gut sind, sondern auch bequem nutzbar. Deshalb habe ich eine Reihe von Online-Kiosken getestet. Einige nutze ich selbst, bei anderen beschreibe ich nur ohne sie selbst zu nutzen. Provisionen oder eine andere finanzielle Unterstützung erhalte ich übrigens von keinem der Anbieter. Es handelt sich also um meine rein private Meinung.

Denn ich bin nach wie vor der Meinung, dass Kostenlos-Angebote und Blogs den Journalismus nicht ganz ersetzen können, auch wenn ich der Profession keineswegs unkritisch gegenüber stehe. Wer sieht, wie beispielsweise eine große Autozeitung aus dem Axel Springer Verlag in der aktuellen Ausgaben gegen Radfahrer hetzt („Sie nehmen uns unsere Straße weg“) kann sich nur wundern, wie überzeugt viele Journalisten von ihrer eigenen Bedeutung sind und selbst in Computerzeitschriften wie Chip gegen das Internet wettern.

Readly

Ich habe seit etwa zwei Monaten rund 2.200 Zeitungen abonniert. Genauer gesagt leiste ich mir seitdem eine Zeitschriften-Flatrate, die auf den Namen Readly hört und rund zehn Euro im Monat kostet, also ähnlich viel wie auch Musik- und Video-Streamingdienste.

Der Dienst kommt, genauso wie der Musik-Streamer Spotify, aus Schweden und verfolgt auch ein ähnliches Konzept: Einmal monatlich zahlen und dann unbegrenzt nutzen.

Rund 600 der 2.200 Titel sind deutschsprachig. Zugegeben, die meisten sind für mich völlig uninteressant. Viele Klatschzeitschriften sind darunter, von den meisten wie „Meine Melodie“ hatte ich noch nie gehört.

Auch Special Interest Titel sind viele darunter. Man findet Zeitschriften für Wanderfreunde, Radfahrer, Handballer und Hobbyfotografen. Ja sogar welche für Anhänger von Baggern und Panzern („Rad und Kette“) oder für Grillfreunde („Der Griller“).

Die zwei kostenlosen Probewochen lohnen sich allein schon um ein bisschen zu stöbern. So erfährt man, dass es mittlerweile auch Elternzeitschriften speziell für Väter („Dad“) und Sex-Zeitschriften speziell für Frauen („Separee“) gibt. Die eine widmet sich der Frage, welches die zwölf nervigsten Sätze von Müttern sind oder wie viele Kinder ideal sind. Die andere beschäftigt sich mit „Toy Boys“ (jüngere Männer) und der Frage ob man seinen Abend lieber mit Video schauen oder Intimitäten verbringen sollte. Übrigens gibt es auch den „Playboy“, aber nur auf Englisch.

Ironie des Schicksals: Gerade hat Readly den 200. deutschen Verlag begrüßt, es ist jener, bei dem ich nach dem Studium zuerst gearbeitet habe (ich habe im Beitrag über Wochenzeitungen und Zeitschriften kurz davon berichtet).

Politik fehlt

Readly Test

Die meisten Readly-Titel sind wenig spannend. Aber bei 600 deutschsprachigen Titeln ist trotzdem für fast jeden was dabei.

Große Titel wie SPIEGEL oder Focus fehlen. Im Bereich Politik findet man die österreichischen Zeitschriften „News“ und „Profil“, aber keine bekannten deutschen Magazine. Der „European“ ist mit Ausgaben aus 2016 vertreten, wurde aber mittlerweile wohl eingestellt. Es gibt aber auch eine ganze Reihe bekannter Namen im Portfolio, beispielsweise die traditionsreiche Fußballzeitung Kicker, Bild der Wissenschaft und Spektrum der Wissenschaft oder die Wirtschaftszeitschriften €uro, €uro am Sonntag und Börse Online sowie zahlreiche Computerzeitschriften wie Chip, PC Magazin oder Computer BILD.

Keine der enthaltenen Zeitschriften hatte ich jemals abonniert. Die meisten interessieren mich gar nicht, bei etwas mehr als einem Dutzend Titel lese ich immerhin ein bis zwei Artikel. Das ist zu wenig für ein Abo, aber bei einer Flatrate egal. Da lohnt es sich auch, mal einen Blick in exotischere Zeitschriften wie „Bier und Brauhaus“ oder eben „Dad“ zu werfen.

Fazit zu Readly

Readly ist in meinen Augen das vielversprechendste Experiment für die Zukunft des Journalismus. Aus Sicht der Leser finde ich ein Abo lohnenswerte. Bei manchen Titeln hat man den Eindruck, die Verlage wollen noch mal etwas Geld damit verdienen, bevor sie die Zeitschrift einstellen. Die traditionsreiche Fernsehzeitung „Hörzu“ beispielsweise. Trotzdem ist bei 600 Titeln für fast jeden was dabei. Allerdings werden die Zeitschriften meist als Vollansicht dargestellt, ähnlich wie ein PDF. Damit sind sie auf kleinen Bildschirmen wie denen von Smartphones kaum lesbar. Sie lassen sich zwar vergrößern, das bedeutet aber nerviges scrollen. Für Tablet-Nutzer aber ist Readly eine gute Wahl.

Bisher enthält der Kiosk allerdings wenig Titel, die zur politischen Bildung beitragen. Am ehesten tun das die Wissenschaftsmagazine oder die Wirtschaftszeitungen, teilweise auch die Computer-Titel. Mit 9,99 Euro ist natürlich eine Tageszeitung nicht zu finanzieren. Auch Wochenzeitungen und politische Magazine kosten im Monatsabo meist schon mehr als diese 9,99 Euro. Aber das Konzept lässt sich ja ausbauen. Vielleicht auch in Kombination mit anderen Diensten wie dem iKiosk.

Preis: 9,99 Euro pro Monat

Probezeitraum: 14 Tage

Betriebssysteme: Apps für iOS, Android und Kindle Fire, Webreader

iKiosk

Der Name verheißt nichts Gutes. Denn iKiosk ist mitnichten ein Apple-Produkt wie iPad, iPhone oder iPod. Vielmehr waren die Namensgeber einfach sehr phantasielos. Leider ist das auch schon so etwas wie ein vorweggenommenes Fazit zum Online-Kiosk.

Denn bei iKiosk lassen sich E-Paper so kaufen, wie am normalen Kiosk Print-Zeitungen und Zeitschriften. Oder wie mit den Apps der Verlage. Hauptvorteil gegenüber letzteren die Bündelung. Obwohl der iKiosk aus dem Hause Axel Springer kommt, findet man hier auch fast alle anderen wichtigen Zeitschriften und Zeitungen, von der ZEIT über den Spiegel bis zur Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Auch einige Lokalzeitungen sind hier eingestellt, beispielsweise die Bergedorfer Zeitung oder die Berliner Morgenpost.

E-Kiosk Vergleich

Quelle: Readly Pressestelle

Man kann also gut stöbern und mal den Spiegel und mal den Cicero kaufen. Außerdem bietet der Verlag bei vielen Zeitungen und Zeitschriften auch Abos, die aber automatisch enden. Das ist ein großer Pluspunkt. Auch nervige, immer wieder kehrende Anfragen ob man das Abo nicht verlängern will gibt es nicht. Und die Abos lassen sich oft auch für nur einen oder drei Monate kaufen. Das ist aber auch schon fast das innovativste, was der Kiosk bietet.

Anders als bei Readly wird bei vielen Zeitungen auch eine spezielle Lesefunktion angeboten. Wer beispielsweise die ZEIT durchblättert, kann einzelne Artikel anklicken und erhält deren Inhalt dann, ähnlich wie bei einem E-Book, über die gesamte Seite angezeigt. Eine Funktionalität, die auch viele Zeitungs-Apps anbieten und die bei großen Formaten auch nötig ist. Der Berliner Tagesspiegel verzichtet darauf. Die Seiten sind deshalb nur gut lesbar, wenn man sie deutlich vergrößert, was nerviges Scrollen zur Folge hat.

iKiosk Test

iKiosk bietet sogar eine App für den PC (Windows 10). Leider ist das ganze Konzept wenig innovativ.

Der Preis entspricht oft dem in der App. Dabei fällt auf, wie teuer viele E-Paper sind. Oft sind die kaum billiger als die Print-Exemplare, trotz niedrigerer Kosten. 60 bis 80 Prozent der Einnahmen gehen angeblich an die Verlage, das ist mehr als bei Abo-Zeitungen. Die Preise entsprechen teilweise denen in den Apps.

Möglichkeiten werden nicht ausgeschöpft

Die neuen Möglichkeiten der papierlosen Zeitung schöpft der Kiosk nicht aus. Nett wären mehr Bündel-Angebote. Warum nicht ein Abo von Spiegel und Focus, das genauso viel kostet wie bisher eines des Spiegel? Verrückt? Nein, denn nur wenige Leser dürften bisher beide Magazine abonniert haben. Die Verlage verlieren also kein Geld. Zusatzkosten haben sie auch kaum. Aber vielleicht mehr Leser. Und die können sich dann aus zwei Quellen mit unterschiedlicher politischer Ausrichtung informieren. Immerhin bietet der Verlag immer wieder Aktionen, bei denen einzelne Zeitschriften wie der Spiegel für 0,99 Euro gekauft werden können.

Immerhin bietet iKiosk neben Apps für Android und iOS auch eine für Windows. Nicht das sterbende Windows Phone wohlgemerkt, sondern Windows 10. Das ist nicht nur praktisch für Besitzer von Windows Tablets, sondern auch am heimischen PC. Allerdings funktioniert das Zusammenspiel nicht immer reibungslos. Wer eine Zeitung über die Website kauft, der bekommt sie teilweise erst deutlich später auch in der App angezeigt.

Leider lässt sich in der Android-App nicht per Kontoeinzug bezahlen, sondern nur über Google Pay. Auch Geschenkgutscheine gibt es nicht. Insgesamt wirkt der Kiosk eher lieblos gemacht. Ich nutze ihn trotzdem, weil ich hier mit einem Konto auf verschiedene Zeitungen und Zeitschriften zugreifen kann und weil Abos automatisch auslaufen. Aber nur solange, bis es ein besseres Angebot gibt – sofern sich der iKiosk nicht selbst verbessert.

Preis: Je Zeitschrift

Betriebssysteme: Apps für iOS, Android und Windows 10, Webreader

Blendle und Pocketstory

Während der iKiosk eher wenig originell ist, bieten Blendle und Pocketstory eine innovative Idee, die aber genau in die entgegengesetzte Richtung von Readly geht. Die Schweden verlangen eine monatliche Gebühr, dafür sind dann alle Titeln inklusive. Das niederländische StartUp Blendle und der Hamburger Anbieter Pocketstory dagegen verkaufen die einzelnen Artikel. Und wem sie nicht gefallen haben, der bekommt sogar sein Geld zurück.

Ich nutze beide Dienste im Gegensatz zu Readly, iKiosk und bisher nicht, daher kann ich auch kein eigenes Fazit abgeben, sondern nur schreiben, was mir bei einer oberflächlichen Recherche aufgefallen ist.

Blendle Test

Blendle bietet etwas mehr Titel als Pocketstory.

So bietet Pocketstory aktuell nur eine sehr kleine Auswahl an Zeitschriften. Das ist schade, denn damit entfällt ein Hauptvorteil dieses Modells – zu einzelnen Themen Beiträge aus verschiedenen Zeitungen mit unterschiedlicher Ausrichtung lesen.

Außerdem sind die Artikel insgesamt recht teuer. Wer viel liest, hat deutlich höhere Kosten als mit anderen Modellen. Wer dagegen nur einzelne Beiträge liest, spart viel Geld. Einzelne Artikel kosten bei Blendle 0,20 bis 0,60 Cent. Das ist nicht viel, läppert sich aber. Allerdings werden mir beim Blättern meist nur drei Beiträge je Zeitung angezeigt, beispielsweise bei der ZEIT. Es heißt „Die beliebtesten Artikel“, das hört sich so an, als ob es noch mehr gäbe. Die finde ich aber nicht und vermute auch, dass es in vielen Fällen auch gar nicht mehr gibt.

Sehr innovativ ist bei Blendle die Möglichkeit, sein Geld zurückzufordern, wenn ein Artikel den Erwartungen nicht entspricht. In innovativer Ansatz. Allerdings nur, wenn man man mehr als drei Beiträge angezeigt bekommt.

Preis (Blendle): Unterschiedlich, bei Wochenzeitungen oft 50 bis 70 Cent

Betriebssysteme (Blendle): Apps für iOS, Android und Windows 10, Webreader

Amazon

Auch Amazon verkauft Zeitschriften. Ich habe diesen Kiosk aber bewusst nicht aufgenommen. Der Konzern kontrolliert schon den Büchermarkt. Nicht auszudenken, welche Macht die Firma bekommt, wenn sie auch das Feld der E-Kioske monopolisiert. Unliebsame Titel könnten dann einfach aus dem Sortiment genommen werden. Zumindest so lange die großen Digitalkonzerne nicht endlich ähnlich streng reguliert werden wie Telefongesellschaften oder Stromanbieter.

Steady

Steady ist streng genommen kein Online-Kiosk, sondern eine Zahlungsdienst für Blogger und Webseitenbetreiber. Die können sich von dem Unternehmen beispielsweise eine Paywall einrichten lassen. Häufiger aber rufen sie zur freiwilligen Unterstützung auf. Ein Modul beispielsweise wendet sich gezielt an Nutzer von Ad-Blockern. Die haben die Einnahmen der Webseiten nämlich deutlich reduziert. Der BILDblog mit täglich mehreren tausend Lesern verdient nach eigenen Angaben mittlerweile nur noch einige Hundert Euro mit Werbung im Monat.

Immerhin ist es den Berlinern gelungen, über Steady freiwillige Unterstützung im Wert von aktuell mehr als 3.600,- Euro zu bekommen, angepeilt sind monatlich 4.200,- Euro. Allerdings reicht das noch nicht einmal, um einen einzelnen Redakteur zu bezahlen. Außerdem ist BILDblog einer der größeren Fische – so gesehen sind es nur 4.200,- Euro. Die Satire-Zeitung Postillion beispielsweise, auch ein Angebot mit großer Reichweite, kommt auf gerade Mal 1.200,- Euro monatlich.

Und schließlich hat der Blog, der einst vor allem die BILD-Zeitung kritisch überwachte und so zu seinem Namen kam – einen klaren politischen Auftrag. Kritisiert werden nicht nur inhaltliche Fehler, sondern auch nach Meinung der Redakteure einseitige und unvollständige Darstellungen, wenn BILDblog die Meinung der Zeitung oder Zeitschrift nicht teilt.

Das ist in meinen Augen die große Gefahr solcher freiwilliger Unterstützung. Gezahlt wird vor allem für Angebote, die sich klar positionieren, Falle des BILDblogs weit links, in anderen weit rechts.

Fazit

Es gibt innovative Modelle, mit denen sich Geld verdienen lässt. Readly ist vielleicht das vielversprechendste Experiment. Bisher gibt es keine großen deutschen Politik-Titel dort, aber das Angebot besteht auch längst nicht mehr nur aus Klatsch- und Hobbyzeitungen, sondern bietet auch Wirtschafts-, Computer- und Wissenschaftstitel.

Theoretisch ließe sich mit den 9,99 Euro, die der Dienst kostet, die aktuelle Presselandschaft sogar fast finanzieren. Nach Angaben des SPIEGEL gibt jeder Haushalt monatlich etwa 39,- Euro für Medienangebote aus, davon allerdings das Meiste für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Für Zeitungen und Zeitschriften werden nur 13,- Euro ausgeben. Nicht viel mehr als die Zeitschriften-Flatrate kostet.

Streaming und Paid Content Vergleich

Hier noch einmal die Grafik zum Erfolg des Musik-Streamings.

Natürlich wird nicht jeder Deutsche ein solches „Zeitschriften-Streaming“ nutzen. Möglicherweise wird eine Erweiterung um Tageszeitungen oder Politiktitel zusätzlich kosten müssen. Allerdings sparen die Verlage auch Geld durch den Verzicht auf eine Auslieferung von Print-Exemplaren. 30 Prozent behalten die E-Kioske meist ein, das könnte sogar weniger werden, wenn sich diese Ansätze weiter verbreiten. Hinzu kommen Kosten für die digitale Aufbereitung, die jedoch niedrig sein dürfen. Dagegen machen Herstellung und Vertrieb aktuell nach Angaben des Bundesverbandes deutscher Zeitungsverleger 51,6 Prozent der Kosten aus.

Kostenanteile Zeitungen

Kostenanteile bei Printprodukten: Herstellung und Vertrieb (hellgrau), Marketing dunkelgrau), Verwaltung (blau), Redaktion (rot). Quelle. BDVZ

Unverständlich ist deshalb, warum viele E-Paper genauso viel kosten wie gedruckte Zeitungen. Möglich, dass die Werbung dort weniger Geld bringt. Sie macht aber nur 32,8 Prozent der Einnahmen aus und liegt ja auch bei E-Papern nicht bei Null. Zumal direkte Verlinkungen aus der Anzeige heraus auf Internetseiten oder Beilagen neue Möglichkeiten bieten, die es bei Printexemplaren nicht gibt.

Der Blick auf die Musikindustrie zeigt eine mögliche Entwicklung. Dort haben sich die Einnahmen stabilisiert, liegen aber immer noch unter denen von Ende der 1990er Jahre – auch ohne Berücksichtigung der Inflation. Das könnte auch den Medienhäusern so gehen. Allerdings müssen nicht alle Zeitschriften über Gebühren finanziert werden, einige werden auch mit Werbung überleben. Außerdem werden Zeitungen und Zeitschriften effizienter werden müssen. Nicht jede Lokalzeitung braucht auch einen eigenen Politikteil. Die Funke Mediengruppe hat für ihre Lokalzeitungen (Hamburger Abendblatt, Berliner Morgenpost, WAZ) eine zentrale Politikredaktion in Berlin geschaffen. Nur die Lokalredakteure sitzen noch in der Fläche. Einzelne Texte könnten zunehmen von Algorithmen verfasst werden.

Politik

Die Funke Mediengruppe hat ihren Lokalzeitungen eine zentrale Politikredaktion in Berlin verordnet.

Und auch wenn Journalisten das nicht hören wollen, womöglich werden auch die im Tarifvertrag vorgesehenen Gehälter sinken müssen. Aktuell erhält ein Journalist ohne besondere Funktion nach 25 Berufsjahren rund 5.300 Euro Gehalt pro Monat. Zugegeben, ein Einsteiger bekommt mit rund 3.300 Euro deutlich weniger. Wenn ich den Tarifvertrag richtig interpretiere, wird er auch nie so viel bekommen wie sein Kollege, weil die Gehaltssteigerungen ab dem elften Jahr als „Übergangsregelung“ gekennzeichnet sind. Aber das ist ein Problem des Tarifvertrags, nicht einer insgesamt zu niedrigen Bezahlung.

Es ist also nicht unrealistisch, dass es auch in 20 Jahren noch Menschen gibt, die für journalistische Angebote bezahlen. Aber ein einfacher Weg wird es vermutlich weder für die Journalisten noch für die Verlage.

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