Heißt on the job soviel wie gar nicht?

Angesichts der Pannenmeldungen aus deutschen Chefetagen fragt man sich: Wo lernen Führungskräfte hierzulande eigentlich ihr Handwerk?

Die Manager selbst sagen: „On the job“ (68,2 Prozent). Aber man bekommt ein bisschen den Eindruck, dass das oft nur ein anderer Ausdruck für „Gar nicht“ ist. Diese Antwortmöglichkeit gab es auch, wurde aber nur von 10,4 Prozent der Befragten angekreuzt. Ein anderer Ausdruck für „Nicht von meinem Arbeitgeber“ könnte oft auch die Antwortmöglichkeit „Durch Lern- und Lebenserfahrung außerhalb meines Unternehmen“ sein (49,7 Prozent). Denn welcher Manager gibt schon gerne zu, unvorbereitet in seinen Job gegangen zu sein. Wo sich doch gerade die Männer gerne als „Steuermänner“ (86,4 Prozent) sehen. Die Frauen tun das übrigens auch gerne (81,4 Prozent), sehen sich aber überproportional oft auch als Anfeuerer (76,5 Prozent; Männer 68,0 Prozent).

Wie oder wo sind Sie auf Ihre jetzige Führungsrolle vorbereitet worden? Angaben in Prozent. Quelle: Akademie für Führungskräfte der Wirtschaft GmbH

Da mehrere Antworten möglich waren lässt sich leider nicht feststellen, wie viele Prozent ausschließlich während ihrer Tätigkeit oder außerhalb der Firma ihr Handwerk gelernt haben. Erstaunliche 51,0 Prozent geben allerdings an, durch Training vorbereitet geworden zu sein, 33,6 Prozent durch Coaching.

Eine noch weit geringere Rolle spielen Studium (21,9 Prozent) und Ausbildung (10,8 Prozent). In einer anderen Umfrage gaben übrigens 38,7 Prozent an, dass fehlende Einarbeitung/Coaching ein wesentliches Problem beim Berufseinstieg gewesen sei. Allerdings wurden hier nicht nur Führungskräfte, sondern Akademiker insgesamt befragt.

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